Mittwoch, Juli 05, 2006

Regeln vs. Eigenverantwortlichkeit in agilen Projekten

Bei den agilen Methoden gibt es deutliche Unterschiede in den Vorgaben und Regeln, die sie definieren. So ist z.B. Feature-Driven-Development sehr strikt bzgl. Rollen und Verantwortlichkeiten und eXtreme Programming definiert den Entwicklungsprozess sehr detailliert. Auf der anderen Seiten steht Scrum, dass nur grob regelt, wie die Anforderungen in das Projekt eingebracht werden. Die restliche Ausgestaltung des Projektes obliegt den Entwicklern.

Was ist das bessere Modell? Wieviel Freiheit brauchen die Entwickler, um höchste Produktivität zu erreichen und wieviel Regeln muss man definieren, damit das Projekt nicht im Chaos versinkt?

Vielleicht hilft bei der Beantwortung dieser Frage das Dreifus-Modell der Qualifikationsaneignung (Skill Acquisition). Demnach brauchen Anfänger Regeln und Vorgaben. Bei der Arbeit in dem so vorgegebenen Rahmen entwickelt sich Erfahrung und Intuition, so dass die Regeln und Vorgaben immer weniger wichtig werden und sogar behindern können. Also wären Feature-Driven-Development und eXtreme Programming eher für Neulinge geeignet und Scrum für erfahrene Entwickler?

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1 Kommentar:

Dave Nicolette hat gesagt…

Ist die Frage, Was ist das bessere Modell - Scrum oder XP?

Wenn ich mich recht verstehe, dann ich sehe keiner Widerspruch. Beide sind abgestimmt. Scrum ist eine Prozessmanagement-Methodik und XP ist eine Entwicklungsmethodik. XP funktioniert auf niedrigerer Abstraktionsebene als Scrum. Viele Projekte beide Scrum und XP verwerten.